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#6 Emily – Vorstellungen von Musik & Zukunft

Was siehst du, wenn du an die Zukunft denkst? Wen siehst du? Wer willst du sein? Was möchtest du verändern oder bewegen? Oder ist das alles letztendlich unbedeutend, weil du nur ein kleiner Teil des Universums bist und dein Weg von einer höheren Macht vorherbestimmt ist? Emily ist 18 Jahre alt und das sind einige der Fragen, die sie zu beschäftigen scheinen.

Sie ist eine Abiturientin aus Herzberg und wenn sie sich grade mal nicht mit philosophischen Fragen oder dem Abi auseinandersetzt, probt sie zusammen mit ihren Freunden in ihrer Coverband ‚Nameless‘. Mit ihrer Band ist Emily schon bei Rock am Rhin, Hotel Guten Morgen und an anderen Orten aufgetreten.

Musik verbessert die Welt

Da ist es wohl kein Zufall, dass sie auch noch eine MusikAG leitet. Darauf gekommen ist sie durch die Mobile Kinder- und Jugendarbeit in Lindow, bei der sie sich regelmäßig engagiert. Kein Wunder, dass sie bei so viel Talent und Engagement irgendwann gemerkt hat, dass sie gerne Grundschullehrerin werden möchte. Schließlich hat sie schon Erfahrung beim Lehren gesammelt – und zwar an sich selbst. In der ersten Klasse hat sie angefangen, Klavier zu lernen. Später hat sie dann auch noch Gitarre gespielt und sich das mit der Ukulele selber beigebracht. Sie sieht Musik als Ausdrucksform und glaubt daran, dass man durch sie vieles erreichen kann und auch vieles lernen. Hier ein anschauliches Beispiel für euch. Ok zugegeben… wenn man gar kein Englisch kann bringt einem dieses Video jetzt nicht so viel😬 Aber wenn man die Grundlagen beherrscht, ist es richtig gut, um sich zu verbessern!

Rassismus

Aber wir wollen natürlich nicht nur uns verbessern, sondern vor allem auch die Welt!

„Ich denke, es gibt halt viele Sachen, die in der Welt nicht so laufen, wie sie vielleicht laufen sollten. Vielleicht gibt es auch kein ‚richtig‘ und kein ‚falsch‘ , aber es gibt viele Dinge, die mich persönlich sehr unglücklich machen.“

Emily Magnus

Rassismus ist eines dieser Dinge. Immer noch werden überall auf der Welt People of Color diskriminiert, ausgeschlossen und sogar getötet. In Deutschland gibt es Probleme wie Racial Profiling, Polizeigewalt und ganz alltägliche Rassismen, denen POC ausgesetzt sind. Grade in den USA kommt es aufgrund verschiedener Fälle von Polizeigewalt gegenüber POC seit Monaten zu Protesten. Menschen fangen an, sich zu wehren, sich zu solidarisieren. Auch in Deutschland wird die Black-Lives-Matter-Bewegung immer größer. Ich weiß als weiße Person fühlt man sich oft nicht berechtigt über dieses Thema zu sprechen, Bewusstsein bei anderen zu schaffen und People of Color zu verteidigen. Aber es ist wichtig, seine Privilegien zu nutzen – nur eben richtig, im Sinne der Betroffenen. Hier einige Tipps, wie es funktioniert respektvoll zu unterstützen.

Karrierekiller – Kind

Studieren, heiraten, Haus kaufen, Kinder kriegen – aber vorher unbedingt noch reisen! Alles ist durchgeplant von vorn bis hinten. „Wenn man Kinder hat ist das Leben vorbei, man wird nie wieder so frei sein wie vorher.“ Das sind Glaubenssätze, die einem von der Gesellschaft mitgegeben werden. Aber von wem hören wir solche Sätze? Ja klar, von Leuten, die es nie probiert haben. Dabei können Reisen mit Kindern so schön sein. Kinder sind flexibel und gewöhnen sich schnell an neue Lebenssituationen. Kinder sind noch formbar und sollten wir nicht genau das nutzen, wenn wir etwas bewegen wollen? Unsere Kinder werden die Zukunft sein. Wenn wir wollen, dass die Welt sich verändert, sollten wir unseren Kindern dann nicht zeigen, dass es anders geht? Emily hat gesagt, dass sie an der Mathematik mag, dass es verschiedene Lösungswege geben kann, die sich zeigen, wenn man tüftelt, rumprobiert. Ich finde das kann man fantastisch aufs ganze Leben übertragen! Und wo lernt man das besser als auf Reisen? Unzählige Familien erzählen in YouTube Videos von ihren chaotischen, aber glücklichen Erfahrungen. Ich hab mal nur ein paar von diesen zum Reinschauen verlinkt.

Dass Reisen mit den Kleinen nicht mehr geht, ist nur eins der vielen Vorurteile über das Leben mit Kindern. Viel weiter verbreitet ist die Annahme, Kinder seien Karrierekiller. Sind sie das wirklich? Nun ja… in der Welt, in der wir leben irgendwie schon. Allerdings liegt das nicht an den Kindern, sondern an den Umständen, in denen wir leben. Die Unternehmen, in denen wir arbeiten haben keine klaren Konzepte für Mütter und Väter. Es gibt keine gute flächendeckende Kinderbetreuung. Und die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern ist noch immer nicht gegeben. Frauen leisten seit jeher einen Großteil der Care-Arbeit – also der meist unbezahlten Arbeit, die sich an den Bedürfnissen anderer Menschen orientiert. Man könnte auch sagen: Fürsorge (z.B. für Kinder, ältere oder andere pflegebedürftige Personen), die auch Haushaltsarbeit beinhaltet. Gleichberechtigte Partner*innen sind Frauen und Männer also meistens nicht. Allein der Fakt, dass in Deutschland 60% der arbeitenden Bevölkerung glaubt, dass Frauen mit Kindern keine Karriere machen können, hingegen nur 23% denken, dass es für Väter zu einem Problem werden könnte, spiegelt die Problematik wider. Doch diese Probleme muss es eigentlich schon lange nicht mehr geben. Die erfolgreiche Co-Geschäftsführerin von Facebook, Sheryl Sandberg, hat schon vor Jahren bewiesen, dass es anders geht, dass wir uns von unseren alten Glaubenssätzen lösen können und anstatt uns über unser Schicksal zu beklagen, es selbst in die Hand nehmen und unser Leben und unser Arbeiten verändern können. Also ja, Kinder zu haben, kann unsere Karriere beeinflussen, vor allem die vieler hartarbeitender Frauen. Aber Kinder an sich sind nicht die, die wir als Karrierekiller bezeichnen sollten, vielmehr ist es die Gesellschaft, der wir diesen Titel geben sollten, die wir dafür kritisieren und erneuern sollten. Sheryl Sandberg, zweifache Mutter und mittlerweile eine der reichsten Frauen der Welt, schreibt in ihrem Buch inspirierend über Möglichkeiten, das zu erreichen – und seien es nur simple Ideen wie Digitalisierung (um Arbeitszeiten und Fahrtwege flexibler zu gestalten), Parkplätze für Schwangere oder familienorientierte Gespräche am Arbeitsplatz. Auf jeden Fall lohnt es sich, sich intensiver mit dieser Thematik auseinanderzusetzen!

Natürlich lieber in der kleinen Buchhandlung nebenan kaufen!

Uff… das war anstrengend. Jetzt erstmal (weil mit Ukulele alles schöner wird) 10 Gute-Laune-Ukulele-Rock-Songs!😃🤘

Frage-Stunde

Handrasenmäher sind der Shit! Verbrauchen nur die Energie eines Menschen!
  1. Würdest du lieber einen Aufsitzrasenmäher kaufen oder einen normalen? Oder halt dein Gras wachsen lassen…
  2. Würdest du lieber wandern oder eine Monstertruckrally machen? Oder wie wärs mit einem Strandurlaub Leude?!
  3. Wärst du lieber Fischer*in oder Holzfäller*in? Oder Lehrer*in oder Informatiker*in oder Hotelfachangestellte*r oder richtig classic einfach Chef?
  4. Würdest du lieber einen Monat in einem U-Boot oder auf einer Raumstation verbringen? Oder eher Zuhause weil wegen Corona und so…
  5. Wen würdest du lieber interviewen – Gott oder Teufel? Was haltet ihr von einem richtig echten Menschen?
  6. Würdest du lieber treffen – Aliens oder Feen? Aliens wären schon krass oder?

Bleibt gut drauf!

Eure Luise

#5 Jonas & Marc – Es gibt keine Dropbears!

Das Intro klingt ab – Robert beginnt seine Moderation – Marc und Jonas fangen an, zu erzählen – die folgenden 59 Minuten verbringe ich auf einem anderen Kontinent und habe irgendwie KEINE Ahnung wer gerade redet! Nach 8 Monaten, die man zu zweit auf engstem Raum verbringt, ist das vermutlich unausweichlich. Ich weiß nicht, ob die beiden vorher schon Meister im Synchron-Lachen waren… jedenfalls sind sie es jetzt. Und das auch noch mit Ansteckungsgefahr! Wie würde man die Zeit in einem Land, das so schrecklich gebrannt hat und dann auch noch täglich mit demselben Gesicht vor beziehungsweise neben einem, denn auch besser überstehen, als mit Fröhlichkeit?! Sich da die Leichtigkeit nicht nehmen zu lassen, ist schon eine beachtliche Leistung. Aber dazu später mehr.

Diese zwei sympathischen Sommergesichter gehören zu Marc und Jonas. Beide sind 19 Jahre jung. Marc kommt aus Zehdenick, Jonas aus Barsdorf. Sie kennen sich seit der 7. Klasse, seit dem Abitur verstehen sie sich erst richtig gut und seit 8 Monaten ist ihre Freundschaft noch ein bisschen intimer, wenn ihr versteht, was ich meine😉

Homosexualität

Spaaaß, die beiden sind nicht schwul. Aber, wenn wir schonmal beim Thema sind, schreib ich euch gleich mal einen Beitrag über Homosexualität. Es soll ja nun in jedem Blogeintrag einen Abschnitt für benachteiligte Gruppen geben. Fangen wir mit dieser an. Der Begriff an sich bedeutet sowas wie Gleichgeschlechtlichkeit. Aber sind wir mal ganz ehrlich, da gehört so viel mehr dazu. Das heißt nicht einfach nur, dass man auf Menschen des gleichen Geschlechts steht (also Frauen auf Frauen und Männer auf Männer). Da steckt mehr dahinter. Ich kann nicht aus eigener Erfahrung sprechen und möchte mir deswegen eigentlich nicht anmaßen, hier irgendetwas zu definieren. Aber ich denke man kann es in etwa so ausdrücken: Letztendlich hat jeder Mensch, seine ganz eigene Art zu lieben und dabei macht es doch keinen Unterschied, ob es Frauen, Männer oder Menschen mit anderen Geschlechtern oder Sexualitäten sind. Der Unterschied kommt nicht von innen und ist nicht von den homosexuellen Personen ausgehend. Er kommt von außen und ist von Menschen gemacht, die intolerant und unsensibel sind. Homophobie nennt man das, wenn Leute Lesben- oder Schwulenhass hegen. Wobei dieser Begriff sehr problematisch und mittlerweile auch umstritten ist, da das Wort ‚Phobie‘ aus dem Altgriechischen stammt und wortwörtlich übersetzt ‚Angst‘ bedeutet. Es wird eigentlich nur als Bezeichnung für psychische Störungen verwendet, die sich durch irrationale Ängste ausdrücken. Weit verbreitet ist zum Beispiel Arachnophobie – die Angst vor Spinnen. Bei Homophobie handelt es sich meistens aber viel mehr um Abneigung, Ekel oder Hass. Das ist keine Angst, das ist einfach nur dummes, unaufgeklärtes und ungerechtes Verhalten. Homosexualität sucht man sich (im Gegensatz zu intolerantem Handeln) schließlich nicht aus. Selbst, wenn man in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem Homosexualität oder Eigenschaften, die mit Homosexualität verbunden werden, abgelehnt werden, liegt es doch an uns, unsere gelernten/abgeguckten/an uns weitergegebene Denkweisen ständig zu hinterfragen und umzuschreiben. Aber lassen wir doch lieber eine Person zu Wort kommen, die wirklich Ahnung hat!

Wilhelmine – Meine Liebe

Männerfreundschaften

Eine so enge Beziehung zwischen zwei jungen heterosexuellen Männern, wie Jonas und Marc sie haben, führt oft zu vorschnellen Urteilen Außenstehender. Viel zu oft machen sich auch heute noch Gerüchte darüber breit, dass jemand schwul sei. Dabei ist es toll, innige Männerfreundschaften zu erleben. Offene Kommunikation über Gedanken, Emotionen und Bedürfnisse lassen uns alle näher zusammenrücken. Gerade bei einer langen Reise müssen Bedürfnisse kommuniziert und Verständnis geschaffen werden. Zu erleben, wie junge Männer über toxische Männlichkeit hinaus- und zusammenwachsen, ist besonders schön. Aber bevor man sich auf so eine Reise begibt, muss die Chemie wohl erstmal stimmen. Bei Marc und Jonas ist das offensichtlich der Fall – sie sind ‚Freunde fürs Leben‘ geworden. Auch, wenn das nicht immer so war. Als die beiden sich in der Oberschule kennengelernt haben, war da noch keine gute Chemie. Jonas hat Marc damals sogar ein Stück weit ‚gemobbt‘. Erst beim Abi hats dann richtig gefunkt.

Anti-Packliste

Leider reicht bloße Chemie beim Verreisen nicht aus, es muss auch noch ganz einfache Physik beachtet werden – nämlich: Wie viel Zeug kann ich mitnehmen, wenn ich trotzdem noch alles in diesen blöden Rucksack bekommen möchte?! Dafür habe ich euch eine exklusive Liste zusammengestellt mit Dingen, die ihr unbedingt NICHT mit auf eine lange Auslandsreise nehmen solltet.

  • 2 Kubikmeter Feuerholz
  • Rollator der Großeltern
  • der Schokohase, der schon 2007 abgelaufen war
  • deinen Skianzug
  • eine Armbrust
  • ein geliehenes Tretboot aus dem Treptower Park
  • die 7 Harry-Potter-Bücher
  • einen Kasten Robby Bubble
  • den Setzkasten mit der Ü-Ei-Figuren-Sammlung
  • die Familienpackung Schnupftabak
  • ein Modell vom Eiffelturm aus Zahnstochern
  • 13 Paar FlipFlops
  • dein Deutschlandtrikot aus dem Jahr 1986
  • 3 Stileis für jeden
  • all deine Urkunden von den Bundesjugendspielen
  • eine Tonne Legosteine
  • die Treuepunktekarten von Netto, Ikea, der Bäckerei gegenüber und dem Döner nebenan
  • die Mundorgel von Oma
  • die 29 schönsten Gastgeschenke
  • das Englischbuch, das du nach der 2. Klasse vergessen hast, wieder abzugeben
  • der letzte Rest von deiner Blondierung
  • das Glas mit gesammelten Muscheln vom letzten Ostseeurlaub
  • einen dressierten Affen
  • geklaute Katzenmumien vom letzten Besuch im Naturkundemuseum
  • das Dino-Ausgrabungsset aus einer MickyMaus-Zeitschrift
  • das Tschibo-Sortiment vom Frühling 2014

Wie starte ich ein Jahr ins Ausland?

Aber was sollte man denn mitnehmen, wenn nicht das? Zum Beispiel ein kleines Startkapital. 3000-6000€ sind da erfahrungsgemäß schon ganz gut. Ob man die nun durch harte Arbeit oder den Verkauf seines Motorrads auftreibt, ist ja letztendlich auch egal – Hauptsache cash! Sonst erwartet euch das gleiche Schicksal wie unsere zwei tapferen Freunde… DER LOW-BUDGET-URLAUB… kein Alkohol, wenig Empfang, wenig Sprit. Na gut, das kann euch schnell auch mal mit einem höheren Startbudget passieren. Also obacht! Obwohl, eigentlich klang das bei Jonas und Marc ziemlich gut, um nicht zu sagen traumhaft. Berge, Wasserfälle, weite Strände, Gitarrenmusik und Hausbesetzung bei anderen Reisenden? Mega nice! Da fällt mir ein: Wer in Großstädten einfach keine bezahlbare Wohnung findet, haltet mal Augen und Ohren nach Wohnprojekten offen. Die heißen meistens auch ‚Zecken‘ sehr gerne willkommen😉 Auf dieser Seite hier findet ihr so einige tolle Projekte.

https://www.syndikat.org/de/projekte/

Aber gut, wir wollen ja eigentlich nicht sesshaft werden. Wir wollen raus! Wir wollen weg! Mit relativ wenig Geld hat man da verschiedene Optionen. Sehr beliebt wegen der Vielseitigkeit ist das sogenannte ‚Work & Travel‘. Also arbeiten und reisen, ähnlich wie Jonas und Marc das grade machen.

Hier gibts alles wichtige auf einen Blick!

Wenn ihr ganz genau wisst, dass ihr keinen Bock auf Knoblauch zupfen habt, ist ‚AuPair‘ vielleicht eine bessere Alternative. Das ist quasi Kinderbetreuung im Ausland. Wer Bequemlichkeit will, ist hier genau richtig. Man verbringt die Zeit nämlich meistens nicht mit Rumreisen, sondern bei einer Gastfamilie.

Wer wiederum das Abenteuer liebt, könnte es mit WWOOFing probieren. Die Abkürzung steht für ‚WorldWide Opportunities on Organic Farms‘. Das ist eine Bewegung mit knapp 500 ökologischen Bauernhöfen und Selbstversorger*innen in Deutschland und weltweit noch sehr viel mehr. Das Abenteuerliche daran ist, dass es um einen geldlosen Austausch geht – also zum Beispiel Arbeit im Tausch für Kost & Logis. Um Höfe zu finden, gibt es verschiedene Apps, die man nutzen kann. Die Idee dahinter ist, eine nachhaltige globale Gesellschaft aufzubauen.

Du studierst schon und ärgerst dich jetzt, dass du deine Chance verpasst hast? Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen! Es gibt doch auch noch das Auslandssemester🎉 Darüber informiert ihr euch am besten an eurer Uni oder Fachhochschule oder macht es wie ich und fragt euren Freund und Helfer. Ääääh, ich meine Google.

Englisch Skillzzz

Und wie bereitet man sich sonst so darauf vor? Ein richtiger Pro-Tipp ist, sich ein paar gute englische Sätze zurechtzulegen, die man für die ersten Begegnungen vielleicht braucht. Leider trifft man nämlich nicht immer direkt auf Westdeutsche – wobei die ja auch irgendwie manchmal eine andere Sprache sprechen. Trotzdem hier jetzt, nur für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass ihr nicht gleich auf deutsche Touries trefft, ein paar der wichtigsten englischen Fragen und Sätze für das erste internationale Aufeinandertreffen.

  • Can you say that without an accent?
  • Where can I buy a dictionary?
  • Help! I’m lost!
  • Where can I buy a T3?
  • Do you speak german?
  • Could I please work somewhere where there is no garlic?

Knoblauch – Bester Lauch!

Doch auf einer Knoblauchfarm gelandet? Nicht so schlimm, der ist doch lecker! Außerdem ist das die perfekte Gelegenheit, eure Selbstdisziplin zu verbessern. 10-Stunden-Tage bei Saunatemperaturen… halb so wild, wenn man danach was mit Knoblauch kochen kann. Da zahlt sich die Arbeit aus. Vor allem, wenn einem durch zusätzliche unbezahlte Arbeit ein Corona-Unterschlupf angeboten wird. Ich muss ja zugeben, dass der gute erste Eindruck, den ich von Jonas und Marc bekommen habe, schon erstmal etwas enttäuscht wurde, als ich gehört habe, dass die beiden durch Waldbrandgebiete gekommen und ohne zu helfen einfach weitergezogen sind. Aber dann habe ich über mein Urteil nachgedacht und ich möchte es gern revidieren. Vermutlich sind die beiden nicht ‚einfach‘ weiter, sondern haben ihre Reise schon eher schweren Herzens fortgesetzt. Ich erinnere mich, wie sehr mich die Bilder mitgenommen haben und ich habe nur Bilder gesehen, keine niedergebrannten Flächen unmittelbar um mich herum. Ich denke, da kann man sich schnell hilflos, überfordert oder überwältigt fühlen. Ich verstehe es mittlerweile, wenn man sich nicht zu jeder Held*innentat berufen fühlen kann, sondern darauf vertraut, dass man seinen Platz schon findet. Und sei es das Feld, mit dem restlichen Garlic, den sonst keiner mehr rupfen will. Das Geben und Nehmen existiert also doch noch – nach meinem Gefühl sogar wieder immer mehr. Meist in der Familie, oft unter Freund*innen und manchmal eben auch unter Fremden. An dieser Stelle eine Musikempfehlung mit einem sehr süßen Text: ‚(…) die Liebe, die du gibst, das ist die Liebe, die du kriegst‘.

Gisbert zu Knyphausen – Das Licht dieser Welt

Tinder

Apropos Liebe – jo mal wieder eine krasse Überleitung – was haltet ihr eigentlich von Tinder? Einige finden sich bestimmt grad schon in einem Lachanfall wieder… Die Wörter ‚Tinder‘ und ‚Liebe‘ in einem Satz. Witzig. Für alle, die es nicht kennen: Tinder ist eine Dating-App, die weniger für Dates, als viel mehr für Verabredungen zu unverbindlichem Sex, bekannt ist. Sie ist bei vielen für ihrer Oberflächlichkeit verpönt. Magst du die Bilder von jemandem – swipe rechts. Magst du sie nicht – swipe links. Aber das ist nur eine Betrachtungsweise. Ich glaube es kommt auf die Nutzer*innen an. Klar gibt es Menschen, die nur nach den Fotos wählen. Aber es soll tatsächlich auch Leute geben, die sich die Texte unter den Bildern der anderen durchlesen. Und klar gibt es Menschen, die auf der Plattform nur nach Sex suchen (was keinesfalls verwerflich ist Leute! Gönnt euch, solange ihr niemanden verletzt!). Aber es soll wirklich, echt jetzt, auch Personen geben, die nach Beziehungen suchen oder sogar nach Freundschaften. Und ich bin eine davon, stellt euch das mal vor. Ich glaube es ist oberflächlich, Tinder als oberflächlich zu bezeichnen. Schaut mal hinter die Kulissen😀

https://tinder.com/

Autarkie

Jonas und Marc haben es erkannt: Jede*r hat seine/ihre eigene Art, glücklich zu sein. Das gilt beim Thema Dating, Romantik, Sex und dergleichen genau wie beim Wohnen. Du kannst mit einer Villa natürlich das beste Leben haben, aber auch mit zwei Caravans, ein bisschen Blech und etwas Holz. Genau wie du mit beiden Lebensweisen unglücklich sein kannst. Probiers doch einfach mal aus. Und wenn du noch nicht bereit bist für dein Leben in der Wildnis, hab ich ein tolles Buch für dich, in dem du erfährst, wie andere ihre Zeit fernab von der Gesellschaft, wie wir sie kennen, erleben. Natürlich nicht unbedingt bei Amazon bestellen, sondern lieber in der nächstgelegenen Buchhandlung! #lokalkaufen

Jan Grossharth – Vom Aussteigen & Ankommen
Besuche bei Menschen, die ein einfaches Leben wagen

20 Gründe auszuwandern

  1. weil du die Nudeln, die deine Eltern gehamstert haben nicht mehr sehen willst
  2. weil der Rasen im Garten des Nachbarn immer grüner ist als deiner
  3. weil Saft verschüttet wurde
  4. weil wieder mal ein Politiker mit Lobbyismusvorwürfen konfrontiert wird
  5. weil Mutti deine Wäsche nicht mehr wäscht
  6. weil der Präsident schon wieder was Dummes getwittert hat
  7. weil wegen Deutschland
  8. weil die Klopapierrolle falschrum hängt
  9. weil du bei MarioKart gegen ein Huhn verloren hast
  10. weil du die Katzenmumien im Naturkundemuseum gegen lebendige mongolische Rennmäuse austauschen wolltest
  11. weil dein Nachbar die Karpfenbratwurst erfunden hat
  12. weil die Hafermilch bei REWE ausverkauft ist
  13. weil du dabei erwischt wurdest, einen geheimen Tunnel aus der Lampenabteilung im Hornbach zur Area-51 zu graben
  14. weil die Fahrradwege hier nicht 6-spurig sind
  15. weil sich dein Perlenvorhang vorm Bad zum tausendsten mal verheddert hat
  16. weil das Sternburg-Radler schon wieder 8 Cent billiger geworden ist
  17. weil dein Kieferorthopäde ausgewandert ist und du ihm jetzt hinterher reisen musst
  18. weil du Goodbye-Deutschland gesehen hast und jetzt auch eine Frittenbude auf Mallorca eröffnen willst
  19. weil dein Lieblings-Intimwaxingstudio geschlossen hat
  20. weil du hier kein*e Partner*in gefunden hast

Tja wir Deutschen haben das unglaubliche Privileg, einfach auswandern zu können, zu reisen, uns frei zu bewegen. Wir sollten uns dessen öfter bewusst werden. Viele haben es da schwerer. Und auch hierzu habe ich eine Songempfehlung. Und zwar von einer Brandenburger Band, die sich mittlerweile leider aufgelöst hat, aber einige Lieder hinterlassen hat, die nicht nur Spaß machen, sondern auch Tiefgang haben.

Kælla – Pass

Marihuana vom Waldgott in Tasmania

So uuuuungefähr gehts von Deutschland nach Australien…
…und so gehts dann weiter nach Tasmanien.

„Wenn man was lernen möchte für sich und wenn man sich vielleicht auch besser kennenlernen möchte, ist es einfach am besten, seine Komfortzone mal zu verlassen.“

Marc Henning & Jonas Klessny

Und so hat Jonas und Marcs Reise begonnen, natürlich zusätzlich mit ganz viel Glück, jugendlichem Leichtsinn und ohne Plan. Und sie haben nicht nur sich selbst und sich gegenseitig besser kennengelernt, sondern auch ihre Familien und ihre Freund*innen – und sogar einen Waldgott. Oder einen Grasgott, je nachdem, wie man ihn nennen will, den alten Mann im Wald mit dem Zelt, dem Kassettenrekorder, der Angel und dem Marihuana.

Es gibt übrigens noch keinen bestätigten Todesfall durch eine THC-Überdosis, durch Alkohol hingegen sterben jährlich ca. 3 Millionen Menschen weltweit (74.000 Deutsche) und durch Tabak verursachte Todesfälle, gibt es jährlich sogar 6 Millionen weltweit (110.000 in Deutschland).

Erstmal ein kurzer Crash-Kurs für alle, die sich nicht auskennen: Marihuana sind getrocknete Blüten der weiblichen Hanfpflanze, auch Cannabis genannt. Haschisch ist zwar auch ein Cannabisprodukt, besteht aber aus dem gepressten Harz der Pflanze. THC ist der Wirkstoff. Der THC-Gehalt ist entscheidend und kann bei den verschiedenen Sorten ganz unterschiedlich ausfallen. Er liegt zwischen einem und 30%, im Durchschnitt aber zwischen 12 und 17%. Auch wenn bisher niemand durch THC ums Leben gekommen ist, ein höherer Wirkstoffgehalt erhöht das Risiko für Angst- und psychoseähnliche Zustände. Weitere negative Auswirkungen, die auftreten können sind Schlafstörungen, Einschränkungen von Gedächtnis und Aufmerksamkeit, ein erhöhtes Unfallrisiko, Depressionen und soziale Beeinträchtigungen, außerdem ist es schlecht für die Atemwege. Vor allem bei täglichem Konsum, kann es der Gesundheit schaden. Eine körperliche Abhängigkeit kann nicht entstehen! Eine psychische hingegen schon. Oft wird Cannabis konsumiert, um Stress zu verringern. Eine gute Problembewältigungsstrategie ist das aber nicht, da durch den Konsum nur kurzzeitig Wahrnehmung, Gefühle, Denkmuster und Körpererleben stimuliert werden, die Probleme an sich dadurch aber nicht gelöst werden. Und wenn doch, kann das dazu führen, dass es irgendwann nicht mehr ohne den Konsum möglich zu sein scheint. Ein weiteres Risiko stellen Streckmittel dar. Häufig wird Marihuana mit Glas, Sand, Haarspray, Blei oder Brix (das ist eine Flüssigkeit, die aus Zucker, Hormonen und flüssigem Kunststoff besteht) gestreckt. Das kann dann zu Bleivergiftungen und bei den meisten anderen Streckmitteln eher zu schleichenden Vergiftungen führen – Betroffene berichten auch immer wieder von unmittelbaren Auswirkungen, wie chronischer Bronchitis und anderen Problemen mit den Atemwegen (‘dauerverschleimt’ oder ‘Atypische Lungenentzündung’).

Uff, das war jetzt erstmal viel Negatives… Die Streckmittel dürften für die Gesundheit der Konsumenten aber insgesamt eine größere Gefahr darstellen, als der Cannabiskonsum an sich. Ich bring das mal trotzdem noch zu Ende. Vor allem das Einstiegsalter ist für die Gesundheit signifikant. Grade zwischen 15 und 17 Jahren ist das Gehirn nochmal in einer besonderen Entwicklungsphase – die Hirnaktivität in diesem Altersbereich unterscheidet sich sowohl von Erwachsenen, als auch von jüngeren Personen. Das Gehirn organisiert sich in diesem Zeitraum nochmal ganz neu. Das ist verbunden mit einer vorübergehenden Phase der Destabilisierung. Wenn Jugendliche nun also in diesem Zeitraum konsumieren, trägt das zu einer suboptimalen Organisation bestimmter Hirnareale bei. Ihr könnt das hier auch gerne nochmal genauer durchlesen.

https://www.drugcom.de/topthema/hirnveraenderungen-durch-fruehen-einstieg-in-das-kiffen/

Dennoch möchte ich an dieser Stelle auf eine interessante Liste hinweisen – die Liste der 20 gefährlichsten Drogen. Sie setzt sich aus dem Mittelwert von drei Kategorien zusammen: Gesundheitsgefahr, Suchtpotenzial und soziale Folgen. Auf dieser Liste befindet Cannabis sich auf Platz 11 – gutes (beziehungsweise schlechtes) Mittelfeld. Um das besser einordnen zu können, möchte ich hier noch die Plätze von Tabak und Alkohol aufführen. Tabak ist auf Platz 9 gelandet, Alkohol hat sogar den 5. Platz erreicht.

https://rp-online.de/leben/gesundheit/news/die-20-gefaehrlichsten-drogen_iid-8740701#13

Zwei Drogen, die in Deutschland legal sind, sind nach den Parametern dieser Liste gefährlicher als Cannabis! Das ruft eine damit verbundene Debatte um die Legalisierung von Gras herbei, die ich persönlich unterstützen würde, da sie viele Vorteile mit sich bringt. Mit der Legalisierung könnte der Staat die Einfuhr, die Qualität und den Verkauf von Marihuana besser kontrollieren – was das Problem Streckmittel aus dem Weg räumen würde. Der Verkauf wäre nur an volljährige Konsumenten legal und es könnte vor dem Kauf Aufklärungsgespräche geben. Außerdem würde die Entkriminalisierung Polizei und Gerichte entlasten.

Cannabis wird übrigens, aufgrund seiner schmerzlindernden, muskelrelaxierenden, angstlösenden (und noch ein paar mehr, recherchiert einfach mal) Wirkung immer häufiger als Arzneimittel angewandt – zum Beispiel bei chronischen Schmerzen, Multiple Sklerose, Tourette-Syndrom oder ADHS.

Ich will das hier niemandem schön reden. Jede Droge hat negative Folgen und ich wünsche euch allen, dass euer Leben auch ohne schön genug ist! Ich will mit diesem Abschnitt nur die Haltung derer ankratzen, die Cannabis verteufeln, genau wie die Haltung derer, die es heilig sprechen. Konsumiert mit Bedacht, nicht zu regelmäßig und wenn dann mit Genuss. Leute passt einfach auf euch auf!

Und weil es in diesem Blogeintrag noch nicht genug Musikempfehlungen gibt, hier noch eine aus Australien. Amyl and the Sniffers ist eine Punkband aus Melbourne mit einer fantastisch ausgeflippten Leadsängerin.

Amyl & the Sniffers – I’m not a Loser

Kommt aus euch raus und aus eurer Komfortzone, nehmt all euer Glück zusammen und denkt immer daran: Es gibt keine Dropbears!

Eure Luise & Team

#4 Anastasia über ihre Arbeit in der Jugendhilfe & Anna die Ananas

Wir sprechen viel über unsere Sorgen während dieser Pandemie. Oft vergessen wir dabei das Leid anderer. Und dabei meine ich nicht mal die Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen in Flüchtlingslagern ausharren müssen. Oder die Menschen, die gerade in Amerika, aber auch in allen anderen Teilen dieser Welt aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert und sogar getötet werden. Das Leid findet man manchmal direkt vor seiner Nase – auch hier in Brandenburg.

Mit Anastasia haben wir über das Leid der Kinder und Jugendlichen gesprochen, die diese Zeit nicht Zuhause verbringen können. Neben dem Psychologiestudium, arbeitet sie in einem Kinderheim in Alt Ruppin und erlebt dort täglich, wie benachteiligte Kinder es durch Covid-19 noch schwerer haben als sonst.

Anastasia ist 21 Jahre alt und wohnt in Neuruppin. Sie ist trotz der vielen Arbeit, die sie verrichtet ein so fröhlicher, aufgeweckter Mensch, wie man ihn selten trifft. Oder vielleicht ist es auch gerade wegen ihrer Arbeit. Sie steckt ihre Energie ins Studium, in die Arbeit im Fitnessstudio und natürlich in die Jugendhilfe. Hier ist sie momentan im vollstationären Bereich eines Kinderheims in Alt Ruppin tätig. In unserer vierten Podcastfolge berichtet sie uns davon, wie ihre Arbeit momentan abläuft und wie Kinder und Jugendliche den Lockdown erleben. Im vollstationären Bereich waren die Kinder wie eingesperrt. Besuche bei den Eltern oder Freund*innen blieben aus. Selbst kleine Aktionen außerhalb des Geländes waren verboten. Anastasia war also mit viel Wut und Traurigkeit konfrontiert.

„Wir als Erwachsene müssen auf die Kinder eingehen und auch versuchen, zu verstehen, was es heißt in dieser Zeit auf Freunde zu verzichten, auf Hobbies, auf Leidenschaften, auf alles, was einen praktisch ausmacht, was zur sozialen Identität gehört.“

Anastasia Schraps

Das bedeutet viel Verantwortung für die betreuenden Personen. Diese hat man, wenn man mit Kindern arbeitet natürlich immer, aber in einer Ausnahmesituation wie dieser, braucht es noch viel mehr Unterstützung und Zuwendung. Die gibt man Kindern und Jugendlichen am besten durch intensive Gespräche, vor allem durchs Zuhören und Hinhören – wie fühlen sie sich momentan, was macht ihnen Angst oder Schwierigkeiten, was könnte ihnen jetzt gut tun? Die Erfahrungen, die Anastasia gemacht hat zeigen, dass Bewegung oft ein gutes Ventil darstellt. Hier in Brandenburgs ländlichen Regionen ist das durch große Grundstücke und Gärten wahrscheinlich leichter realisierbar, als in Großstädten, wie beispielsweise Berlin.

Rucksack-Regal-Metapher

Trotz aller Probleme, die die Jugendarbeit mit sich bringt, ist es wichtig einen gewissen Abstand zu wahren und zu verstehen, dass man die Kinder nicht retten kann, aber sie so gut wie möglich bis zu ihrem Erwachsensein zu begleiten. Hierfür hat Anastasia eine schöne Metapher, die man vielleicht sogar als Methode bezeichnen könnte, wenn man sie aktiv anwendet. Ihr könnt euch das wie eine Reise vorstellen, zu der jede*r einen Rucksack dabei hat. Dieser Rucksack ist anfangs leer und ganz leicht, so starten wir ins Leben – ohne, Erfahrungen, ohne Vorurteile, ohne Traumata. Auf unserem Weg sammeln wir schöne Erinnerungen, die unterschiedlichsten Erfahrungen, interessante Begegnungen und so füllen wir unsere Rucksäcke und egal ob schlimme oder tolle Erlebnisse, wir tragen immer mehr mit uns rum, die Last auf den Schultern wird immer schwerer, jeder Schritt, den wir gehen wird ein bisschen anstrengender, bis wir irgendwann stehen bleiben müssen und nicht weiter vorankommen. Dann müssen wir tief Luft holen, unser Lebensgepäck abstellen, etwas von seinem Inhalt herausnehmen und in ein Regal packen, damit wir unseren Weg leichteren Schrittes weitergehen können. Ich empfinde es als einen sehr schönen Gedanken, Ballast zwar abzuwerfen, ihn aber nicht für immer verloren zu haben, sondern jederzeit anhalten zu können, um mal wieder einen Blick ins Regal zu werfen, vielleicht etwas daraus wieder mitzunehmen oder sich nur über all das Vergangene zu freuen, weil es eben vergangen ist.

Dem Ärger und der Wut, die durch Langeweile oder andere viel schwerwiegendere Probleme sichtbar werden, durch Sport Luft machen, ist jedenfalls (egal ob draußen im Garten oder in der Wohnung) eine großartige Technik, da einem Gespräche manchmal auch einfach zu Kopf steigen können. Das gilt vor allem für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen wie Lernstörungen, Autismus, chronische Krankheiten u.s.w., die meist einem sehr hohen gesellschaftlichen Druck ausgesetzt sind, sich anzupassen. Sicher steht jeder junge Mensch vor dieser Herausforderung. Der Unterschied ist, dass dem/der einen es leichter und dem/der anderen es schwerer fällt, diese zu bewältigen.

LGBTQIA*

Abgesehen davon stellt sich mir sowieso die Frage, wie gesund es für uns ist (und dabei schließe ich alle – junge, alte, weibliche, männliche, homosexuelle, bisexuelle, intersexuelle, asexuelle, transgender, genderqueere, nicht-binäre, schwarze Menschen, Menschen mit Behinderungen und alle anderen Gruppen, die ich nicht genannt habe – mit ein) ständig und überall darauf bedacht zu sein, sich anzupassen. Vom Klang her keiner meiner schönsten Sätze, aber es ist mir wichtig, diese Aufzählung gemacht zu haben, da vielen der genannten Menschen nicht die Aufmerksamkeit gewidmet wird, die ihnen zusteht – einige haben von manchen vielleicht noch nicht einmal gewusst, dass es sie gibt.

Nehmt euch die Zeit und recherchiert mal. Beschäftigt euch mit der LGBTQIA* Bewegung, wenn ihr davon gerade zum ersten mal hört oder nicht so viel darüber wisst, wie ihr vielleicht gerne wissen würdet! Oder soll ich die Recherche-Arbeit übernehmen? Soll es einen extra Blogeintrag geben, der all jenen gewidmet wird? Oder lieber in jedem Beitrag einen Abschnitt über Personen einer dieser Gruppen?

Anastasia hat über ein Bewusstsein gesprochen, das sich in uns allen entwickeln muss, wenn wir als Gesellschaft das Leben für uns verändern wollen. Es ist toll, dass sie sich dabei an jede*n einzelne*n von uns gerichtet hat, denn hierbei kann man keine Unterschiede machen. Wir sind alle dazu aufgefordert, darüber nachzudenken, wie wir uns anderen gegenüber verhalten, was wir tun, was wir sagen, wie wir es sagen, was das bei der/dem anderen auslösen könnte. Und dabei spielt es gar keine Rolle, welchen Hintergrund die anderen haben, welches Geschlecht, welches Alter, welche Sexualität oder Hautfarbe. Wir sollten immer darauf bedacht sein, uns gegenseitig Gutes zu tun und uns wertzuschätzen. Dann wird auch die Frage nach der Anpassung in den Hintergrund rücken. Wenn jede*r sich akzeptiert fühlt und wertvoll, wird es nicht mehr nötig sein, auf Unterschiede hinzuweisen.

Smalltalk

Leider klappt es manchmal nicht immer so gut wie mit Anastasia, direkt in tiefere Themen einzusteigen. Da gibts so nervige Fragen, wie: „Wie gehts dir? Wo kommst du eigentlich her? Was machst du so?“ und viele weitere, die man schon x mal gehört hat. Aber Smalltalk ist nicht nur schlecht. Schließlich will man ja auch irgendwie neue Leute kennenlernen. Das geht mit leichten Themen meist irgendwie einfacher, denn viele mögen es nicht so gern einer fremden Person, gleich die persönlichsten Dinge anzuvertrauen. Zumindest nicht, wenn man ganz direkt danach gefragt wird. Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mich selber langweile und mich frage, wieso Menschen mich überhaupt mögen, einfach weil ich mich selber schon so oft sagen hören hab: „Ja, mir gehts gut. Ich komm aus Lindow, das ist ein kleiner Ort in Ostprignitz Ruppin. Ich arbeite an einer Schule mit Berufsorientierungsklassen… blablabla.“ Fragt mich mal was neues! Mit diesen Fragen wird Smalltalk interessanter, witziger und führt vermutlich etwas schneller und trotzdem ganz natürlich zu einem tiefergehenden Gespräch.

  • Welche ist deine Lieblingsnuss?
  • Was ist das tollste Kompliment, das du mal bekommen hast?
  • Was magst du an deinem Leben gerade am meisten?
  • Kannst du mir ein gutes Buch empfehlen?
  • Wenn du Diktator wärst, welches Gesetz würdest du erlassen?
  • Welcher ist der nervigste Song, den du jemals gehört hast?
  • Hat deine Familie ein Rezept, das früher immer gekocht wurde?
  • Flunkyball oder Bierball?
  • Welcher war der letzte Ort, an den du gereist bist?
  • Hättest du Tipps, was ich meinem Vater zum Geburtstag schenken könnte?
  • Welche Sportart findest du am schlimmsten?
  • Lieber abwaschen oder abtrocknen?
  • Was magst du an dem Ort, an dem du aufgewachsen bist, am meisten?
  • Kannst du Socken stricken?
  • Was ist deine Lieblingssuperkraft?
  • Wenn du einen Kurs an einer Uni unterrichten könntest, worum würde es gehen?

Ihr werdet euch einfach nur freuen, wenn ihr die Überraschung in den Gesichtszügen der anderen seht und dann beobachten könnt, wie sie erstmal nachgrübeln! Es ist so ein tolles Gefühl, anderen Anregungen zu geben. Und das beste ist (das ist mir selber auch schon oft passiert): Man selbst denkt auch nochmal anders nach, geht in Gedanken neue Wege und kommt auf einmal in Ecken des Gehirns, kramt Erinnerungen aus, von denen man lange nicht wusste, dass sie noch existieren.

Welche der Fragen würdet ihr wirklich stellen? Und wie wären eure Antworten, wenn ich euch diese Fragen stellen würde? Hinterlasst gerne einen Kommentar, schreibt uns per Mail oder bei Instagram!

Mantra

Ihr wollt abgesehen vom ‚Smalltalkwahnsinn‘ noch andere alte Gewohnheiten und Denkmuster durchbrechen? Da gibt es viele verschiedene Optionen. Eine zum Beispiel, um negatives Denken zu verringern, sind Mantras. Wichtig dabei ist, vermeintlich negative Gefühle nicht zu unterdrücken, sondern sie zuzulassen und möglichst nicht als negativ einzuordnen (ich glaube negative Gefühle existieren nur, weil wir sie als solche bewerten – z.B. Angst, Wut, Eifersucht, Trauer – sie haben alle eine Daseinsberechtigung und kommen aus guten Gründen vor, sie sind sogar wichtig für uns). Es geht viel mehr um das, wie wir mit ihnen umgehen und dass wir nicht ewig an ihnen festhalten und uns nicht in negativen Gedanken verstricken (ACHTUNG! Gedanken sind nicht gleichzusetzen mit Gefühlen!). Gefühle kommen und gehen wie sie wollen, wir können sie nicht groß beeinflussen. Deshalb ist es so so wichtig, sich wegen ihnen kein schlechtes Gewissen einzureden. Und genau das können wir mit unseren Gedanken kontrollieren. Wir sind unseren Gedanken nicht hilflos ausgeliefert, wir können sie positiv beeinflussen, sobald sie in unser Bewusstsein treten. Wenn wir beispielsweise wütend oder eifersüchtig sind, ist das total legitim. Hilfreich ist es, diese Gefühle zu erkennen. Wir müssen nicht mal herausfinden woher sie kommen, manchmal können wir das auch gar nicht. Es ist auch nicht wichtig, das zu wissen. Es reicht schon, wenn wir uns unserer Gefühle bewusst werden. Meistens geht es uns nämlich gar nicht aufgrund unserer Gefühle, sondern wegen der Gedanken, die wir uns über sie machen, schlecht. Wenn wir mal so richtig traurig sind, das zulassen und ein bisschen weinen, gehts uns meistens schon etwas besser. Auf jeden Fall besser, als wenn wir uns die ganze Zeit fragen, warum wir traurig sind und uns darüber ärgern, dass wir es sind. Wenn uns das passiert, ist es einfach praktisch ein Mantra zu haben, das die Gedanken aus dem Abwärtsstrudel reißt und wieder in kontrollierbare Gewässer bringt. Am besten funktioniert das, wenn wir uns ein individuelles Mantra ausdenken. Die richtig guten Mantras sind (für mich zumindest) die kurzen. Ein kleiner Satz, der uns an etwas wichtiges erinnert. Oder Sätze, die man sonst gerne von anderen hört. Das soll letztendlich alles auf Selbstbefürwortung hinführen, denn leider sind wir noch nicht so weit, dass wir genügend durch andere bestärkt werden. Ich hab mir mal ein paar Beispiele überlegt, die mir persönlich guttun.

Ich bin schön. Meine Gefühle sind gut. Ich bin wertvoll. Ich muss mich für nichts rechtfertigen. Ich bin genug. Ich bin stolz auf meine Erfolge. Ich leiste genug. Ich bin liebenswert.

Wenn es zu schwierig für uns ist, uns das in solchen Situationen selbst zu sagen, können wir auch einfach andere bitten, das für uns zu tun. Oft schenken wir den Worten anderer sowieso mehr Glauben und Bedeutung, als unseren eigenen.

Wenn es mehr darum geht auch andere Gewohnheiten, die euch nicht guttun abzulegen und neue Gewohnheiten zu schaffen, kann ich euch einen tollen Kalender empfehlen. Es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen, könnt ihr euch über den Link hier anschauen.

Ein guter Plan – „Die wichtigsten Bücher in deinem Leben sollten über dein Leben sein.“

Ich benutze diesen ganzheitlichen Kalender jetzt seit Anfang des Jahres und er hat mir geholfen, viele meiner Ziele zu erreichen und meine Gewohnheiten dauerhaft umzuschreiben. Mit seiner Hilfe habe ich es geschafft, meine Ernährung umzustellen, jeden Tag mindestens zwei Liter Wasser zu trinken, regelmäßig Sport zu treiben und einfach über mein eigenes Leben bescheid zu wissen und es besser zu reflektieren. Jeden Tag habe ich mich selbst überprüft und geschaut, ob ich die Ziele, die ich mir gesetzt habe erreicht hab. Jede Woche habe ich mir einen ausgewogenen Plan für die Arbeit, Aufgaben Zuhause und aktive Freizeitgestaltung gemacht. Und am Ende jeden Monats habe ich zurückgeblickt und aufgeschrieben, was gut lief, was ich gelernt habe, was ich erreicht habe und wofür ich dankbar war. Durch den Kalender, habe ich mir so angewöhnt mich zu reflektieren, dass mir erst vor kurzem aufgefallen ist, dass mich das ganze zu sehr unter Druck setzt. Ich kontrolliere mich seitdem nicht mehr täglich so extrem, benutze den Kalender aber trotzdem noch, um zu planen. Außerdem habe ich weiterhin jeden Abend das kleine Ritual, wenigstens einmal kurz den Tag auf mich wirken zu lassen und aufzuschreiben wie ich mich fühle. Mir ist auch aufgefallen, dass ich es jetzt (trotz nicht mehr ganz so intensiver Nutzung des Kalenders) schaffe, meine neu integrierten Gewohnheiten beizubehalten. Ich habe also eine Struktur geschaffen, die es mir erleichtert, meine Ziele zu erreichen. Allein deswegen hat sich der Kalender gelohnt. Obwohl ich an jede*n da draußen appelliere, sich nicht zu sehr an solche Pläne zu klammern, sondern stattdessen nicht so hart mit sich zu sein, sich Ausnahmen zu gestatten und zu vertrauen, dass man trotzdem alles schafft und dass es sogar in Ordnung ist, wenn nicht.

Anna die Ananas

Beton + Ananas + Multiplikation + Fliegen + Baumkrone = Gute Geschichte????? Na das kann doch gar nicht gut gehen oder? Aber doch! Wart ihr auch so gefesselt von dieser spontanen Geschichte über Anna die Ananas? Anastasia ist offenbar ein richtiges Improvisationstalent. Was sie noch besser kann, sind Verabschiedungen. Hier sind die Top 15 der absurdesten Verabschiedungen mit denen wir euch heute auf Wiedersehen sagen wollen.

  1. Bis denne Antenne!
  2. Ciao Kakao!
  3. Ciao miau!
  4. Ciao wauwau!
  5. Bis Spätersilie!
  6. San Frantschüssco!
  7. Bis Baldrian!
  8. Tschö Cordon Bleu!
  9. Bis Dennis!
  10. Tschüsseldorf!
  11. Tschüssli Müsli!
  12. Bis Denva!
  13. Wirsing!
  14. Hauste rein Brian!
  15. Bis Danzig!

Machts besser und bis zum nächsten Gral!

Luise & Team

#3 Domenic über BFD und Schloss Rheinsberg

Ihr wolltet schon immer wissen wie ein Handwerker aussieht, der in der Sozialarbeit tätig ist? Nee? Ich auch nicht. Wieso auch? Gibts sone komischen Menschen denn überhaupt? Offenbar ja und zwar in Rheinsberg. Domenic Franzky ist eines von diesen äußerst seltenen Exemplaren. Wenn ihr so eins mal zu Gesicht bekommen wollt, sucht ihr am besten in Jugendzentren. Oder auf Baustellen. Oder in privaten Häusern und Gärten, die Baustellen ähnlich sind. Oder bei Jugendverbänden. Oder bei den LINKEN . Oder in Schlossparks. Oder manchmal mit viel Glück läuft man ihnen auch einfach beim Einkaufen über den Weg. Auf jeden Fall findet man sie überall, wo es was zum Basteln gibt. Sei es an antiken Schaukeln oder an Beziehungen. Sie sind fantastisch, weil sie sich quasi für alle schönen Dinge des Lebens begeistern lassen. Wir haben mit Domenic geredet und herausgefunden was ihn bewegt und wie er vom Handwerk zur sozialen Arbeit gekommen ist.

Sozialistische Jugend – Die Falken

Domenic ist 19 Jahre alt und wohnt und werkelt hauptsächlich in Rheinsberg. Er lebt für kreative Ideen. Und wo kann man die besser umsetzen als in einem selbstverwalteten Jugendraum? Das ist der ‚Pavillon‘. Aber wie funktioniert das Konzept Selbstorganisation da eigentlich? Der Pavillon liegt in der Trägerschaft eines Jugendverbands: SJD – Die Falken. Was die so machen, wenn sie grad nicht damit beschäftigt sind Träger eines Jugendzentrums zu sein, könnt ihr euch hier auf ihrem Instagramprofil angucken.

Oder ihr schaut euch mal auf deren Website um, wenn Instagram euch zu Mainstream ist 😉 Die Falken machen momentan übrigens auch Online-Seminare. Wenn ihr da Interesse habt, meldet euch gerne bei uns – wir kriegen euch da eingeschleust.

https://www.falken-brandenburg.de

Der Träger ist vor allem Geld- und Ideengeber, aber auch Unterstützer und Begleiter. An sich werden alle wichtigen Entscheidungen aber von den aktiven Jugendlichen vor Ort getroffen. Da der Pavillon meine Einsatzstelle beim FSJ war, hab ich da (genau wie Domenic) einen tieferen Einblick erhaschen können.

Jugendzentrum Pavillon

Es gibt das PavillonTeam, welches sich aus engagierten Jugendlichen zusammensetzt, die bock haben, den Raum zu gestalten und ihn mit Leben zu füllen. Einmal im Monat treffen sich alle Teammitglieder zu einem Plenum, bei dem auch die Falken und ein Sozialarbeiter aus Rheinsberg dabei sind. Hier werden dann die großen Entscheidungen gemeinsam, demokratisch und gleichberechtigt gefällt. Ganz vieles besprechen die Pavillaner*innen aber auch einfach unter sich zwischendurch in ihrer Whatsappgruppe oder im Jugendzentrum, wenn man sich abends auf ein Bier und ein paar Runden Tischkicker trifft. Organisiert werden dann Workshops, Seminare, Aufräum- und Umgestaltungsaktionen, Nachmittage für Kinder und natürlich Partys und Konzerte. Hierbei spielt der/die FSJler*in bzw. BFDler*in eine wichtige Rolle, die hat momentan Domenic. Er ist irgendwie dafür da, alles zusammenzuhalten. Er setzt Impulse, gibt Ideen und hat eine enge Bindung zu den Falken und zum Team. Er hat die schwere Bürde sich mit der Stadt, mit Förderanträgen und mit weiteren etwas komplizierteren Dingen rumzuschlagen. Abgesehen davon, kann er aber im Prinzip (in Absprache mit den anderen Pavillaner*innen) alles machen, was er will und was mit dem Jugendschutzgesetz vereinbar ist. Der/Dem FSJler*in/BFDler*in sind hier generell wenig Grenzen gesetzt. Wenn du Lust bekommen hast Online-Konzerte zu organisieren, einen Graffiti-Workshop in die Wege zu leiten, einen Kochkurs anzubieten, dich bei Veranstaltungen um die Bühnentechnik zu kümmern oder einfach den ganzen Tag nur zu kickern und coole Leute zu treffen, mach ein FSJ oder BFD im Pavillon! Oder schau halt einfach nur mal so vorbei.

Wir freuen uns auf dich!

Wenn euch das momentan aufgrund der schwierigen Corona-Situation lieber ist, könnt ihr uns natürlich auch erstmal nur online auf unserer Instagramseite besuchen. Da gibt es viele Fotos und Videos von Veranstaltungen und Aktionen zu finden, die euch einen ersten Einblick in den Jugendraum und die Jugendarbeit in Rheinsberg verschaffen.

Freiwilligendienste

Wo wir grad schon beim Thema BFD und FSJ waren: Freiwilligendienste sind eine super Gelegenheit, nach der Schule erstmal rauszukommen, etwas zu erleben, tolle Menschen kennzulernen, erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln und sich zu orientieren. Der Landesjugendring ist zum Beispiel ein Trägerwerk, das FSJ-, FÖJ- und BFD-Stellen anbietet. Auf deren Website findet ihr eine lange Liste mit Einsatzstellen, auf die ihr euch bewerben könnt. Das geht von Kindergärten und Schulen über Jugendclubs, Jugendbildungsstätten, Tanzschulen bis hin zu Bauernhöfen und Forschungsinstituten.

https://www.ljr-brandenburg.de/Freiwilligendienste/

Und das coolste: Ihr lernt nicht nur durch eure Einsatzstelle interessante Leute kennen, sondern ihr habt auch noch die Möglichkeit auf Seminarfahrten andere FSJ/BFD/FÖJ-Kolleg*innen in eurem Alter zu treffen, die oft eure besten Freund*innen werden. Aber jetzt mal genug von diesen schönen Träumereien. Lasst uns über ein ernstes Thema sprechen.

Schloss Rheinsberg

Äh Moment mal… ernstes Thema? Ups weit gefehlt! Auch hierzu gibt es momentan nur Spinnereien. Und zwar von Seiten des Urenkels von Wilhelm Ⅱ – Georg Friedrich von Preußen – der gehört also zur Familie der Hohenzollern. Letztes Jahr verklagte er das Land Brandenburg auf 1,2 Millionen Euro, die als Entschädigung dafür dienen sollten, dass er seine Besitzansprüche nicht geltend machen konnte. Wait what?! Besitzansprüche auf was denn überhaupt? Vor etwa 100 Jahren, also 1918/19 wurde der Besitz der Dynastie Hohenzollern in der demokratischen Revolution beschlagnahmt und ist seitdem Staatsbesitz. Prinz Georg Friedrich forderte kostenloses Wohnrecht in früheren Hohenzollern-Schlössern und die Rückgabe von ziemlich vielen Exponaten aus Museen (also zum Beispiel Möbel, Gemälde, Textilien und son Kram). Dieser Wunsch wurde ihm nicht erfüllt. Klingt fies? Nö, ist es nicht. Seine Familie hat Hitler während der NS-Zeit nachweislich Vortrieb gegeben und somit zur Ermordung von Millionen von Menschen beigetragen. Klingt nicht mehr ganz so fies, ihm das Wohnrecht da nicht zuzusprechen oder? Man weiß eigentlich nicht ob man es traurig, erschreckend oder einfach nur lächerlich finden soll. Auf dieser Website findet ihr ausführliche Gutachten dafür, dass die Hohenzollern dem nationalsozialistischen System ‚erheblichen Vorschub‘ leisteten.

http://www.hohenzollern.lol/

Falls ihr keine Lust habt, seitenlange Nachweise zu lesen, könnt ihr euch auch einfach diesen Beitrag ansehen, den das ZDF mit Jan Böhmermann produziert hat – sehr informativ und gleichzeitig unterhaltsam.

Die Adelsfamilie war also für den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts verantwortlich. Zwischen 1904 und 1908 ließ Kaiser Wilhelm Ⅱ 10.000 Nama und 40.000-60.000 Herero in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika ermorden. Wenn ihr euch ausführlicher mit diesem schrecklichen menschenverachtenden rassistischen Teil der deutschen Geschichte auseinandersetzen wollt, lest diese Artikel. Lasst uns in einer Zeit, in der in unserer Gesellschaft leider immer so viele Menschen von Rassismus betroffen sind, diese Gräueltaten nicht in Vergessenheit geraten!

https://www.bpb.de/apuz/186874/widerstand-und-genozid-der-krieg-des-deutschen-reiches-gegen-die-herero?p=all

https://www.deutschlandfunk.de/deutsches-historisches-museum-restituiert-namibia-erhaelt.691.de.html?dram:article_id=449052

So. Wie war ich jetzt nochmal auf die Überschrift gekommen? Ach ja genau, Schloss Rheinsberg ist eines dieser ehemaligen Hohenzollern-Schlösser. Ich weiß nicht wie ihr zu den Forderungen der Familie steht, aber in Rheinsberg ist man sich einig: ‚Keine Geschenke den Hohenzollern!‘ So heißt auch die Initiative, die die Partei die LINKE in Brandenburg gestartet hat. Die Petition könnt ihr euch unter diesem Link genauer ansehen und unterschreiben. Ende letzten Jahres wurden bereits 14.000 Unterschriften gesammelt.

https://www.dielinke-brandenburg.de/politik/hohenzollern/

Politik?!

Ach wie einfach es doch manchmal sein kann, sich ein bisschen politisch zu engagieren. Ein, zwei Klicks und schon hat man zur Politik etwas beigetragen. Ist ja fast wie beim Wählen. Noch besser ist es natürlich, wenn man sich direkt in seiner Stadt, seinem Dorf oder dem Landkreis an Politik beteiligt. Das kann man ja auf unterschiedlichen Wegen machen. Petitionen sind ein guter Anfang, weitermachen kann man mit Demos, auch die Beteiligung in Jugendzentren ist Politik. Domenic empfiehlt aber, wenn man wirklich etwas bewegen will, einer Partei beizutreten und Aktionen in der Region zu unterstützen.

„Ich kanns nur jedem jungen Menschen ans Herz legen: Sucht euch eine Partei, bei der ihr sagt: ‚Die kann ich unterstützen, die vertreten meine Meinung, darauf hab ich bock.‘!“

Domenic Franzky

Robert hat sich da ein bisschen Sorgen gemacht und nochmal nachgefragt, ob es wirklich ganz egal ist welche Partei man unterstützt. Wichtig ist, sich umfangreich mit den Inhalten zu beschäftigen, die die Parteien vertreten, hinter die Kulissen zu blicken und zu erkennen, wenn eine Partei antidemokratisch ist. Bei einer Partei, die offen rassistische, homophobe oder andere rechte Positionen vertritt sollte man nicht nur zwei oder dreimal überlegen, ob man sich ihr anschließt, sondern eher so 73 oder 152 mal. Indem man solches Gedankengut fördert, fördert man gleichzeitig immer auch die Einschränkung der Rechte und der Freiheit anderer und oft auch (ohne es gleich zu merken) die von einem selbst.

Arbeitsrechte

Durch Politik könnt ihr eure Rechte aber auch schützen. Nämlich zum Beispiel eure Arbeitsrechte. Domenic hat in seinem Betrieb über einen viel zu langen Zeitraum hinweg nicht hinnehmbare Arbeitsbedingungen in Kauf genommen, bis er sich endlich für sich einsetzte. Der erste Schritt dafür, dass euch nicht das gleiche passiert wie ihm, ist Wissen!

„Die Pflichten, die stehen in eurem Arbeitsvertrag drin – aber die Rechte, die müsst ihr euch selber raussuchen.“

Domenic Franzky

Domenic hat in zwei Jahren unzählige 18-Stunden-Tage ertragen. Weil er sich für seine Rechte einsetzen wollte, führte er ein ehrliches Gespräch mit seinem Chef und bekam als Dank dafür eine Abmahnung nach Hause geschickt und schließlich auch noch die Kündigung. Wenn ihr ähnliche Probleme habt, nehmt sie ernst. Schiebt sie nicht beiseite. Lasst euch nicht einreden und redet euch selbst nicht ein, dass ihr sowas aushalten müsst. Kümmert euch um euch. Informiert euch und lasst euch nix gefallen! Niemand hat was davon, wenn ihr mit 20 ausgebrannt seid und euer Körper kaputt ist. Kein Mensch sollte unter solchen Bedingungen arbeiten müssen, also tut etwas gegen die Missstände, solange ihr noch Energie dafür habt. Hier gibts ihr ein Online-Handbuch zum Arbeitsrecht.

https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch.html

Und auch, wenn ihr selbst nicht von schlechten Arbeitsbedingungen betroffen seid, organisiert euch, seid solidarisch und setzt euch für diejenigen ein, die bisher nicht das Glück hatten fair behandelt zu werden. Seitdem am 1. Mai 1856 die Menschen in Australien für den 8-Stunden-Tag auf die Straße gingen, wird dieser Tag als Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse ‚gefeiert‘, wobei gefeiert das falsche Wort ist. Geht auf Demos, nutzt diesen Tag, um euch zu engagieren, aber lasst auch an allen anderen Tagen eure Stimme nicht ruhen. Das könnt ihr zum Beispiel machen, indem ihr Mitglied in einer Gewerkschaft werdet.

Heimwerken

Immer noch nicht genug vom Thema Arbeit? Ihr wollts einfach nicht sein lassen? Ihr könnt auch nach einem 18-Stunden-Tag nicht einfach mal still sitzen bleiben? Wie wärs mit ein bisschen Heimwerkeln? Domenic hat da so eine tolle Philosophie gegen die Wegwerfgesellschaft: Reparieren und Restaurieren ist die Devise. Abgesehen von Domenic Franzky gibt es noch einen anderen Heimwerkerkönig – Fynn Kliemann. Der hatte eine ähnliche Idee für Schaukeln und hat das ganze auch gefilmt. Hier gehts zum Video.

Ihr habt kein Material Zuhause, um euch praktisches Zeug zu bauen? Eigentlich wollte ich euch eine Karte erstellen, auf der ich Schrottplätze in OHV und OPR kennzeichnen wollte. Aber ich hab was viel tolleres gefunden! Dieses verrückte Internet bietet doch wirklich alles! Es gibt eine Website, auf der man die besten Schrottplätze in seiner Umgebung finden kann! Ist das nicht irre? Ihr müsst nur eure Stadt eingeben und schon bekommt ihr viel zuverlässigere Ergebnisse, als wenn ich euch da erst eine Karte mit Standorten zusammengetüdelt hätte! Also bitteschön, legt los und findet euren Traumschrottplatz💓

https://www.deinschrottplatz.de/

Domenics restaurierte Schaukel

Finnland – Vappu

Die Arbeit hat euch noch nicht losgelassen? Tja Leute… Uns lässt schon seit der ersten Podcastfolge der Frühling nicht mehr los. Monique war zum 1. Mai in Finnland. Da wird sich an dem Tag nicht nur für Arbeitsrechte eingesetzt, sondern auch für den Frühling. Schon am 30. April beginnt dort das Frühlingsfest ‚Vappu‘ und dann wird durchgefeiert. Mit Partys auf den Straßen, mit Paraden und Konzerten begrüßen hier (vor allem die Student*innen) den Frühling. Aber verschafft euch doch lieber selbst mal einen Eindruck.

Habt ihr Wünsche für Moniques nächste Reise oder wart ihr schonmal in einem Land mit interessanten Festen und Traditionen? Könnt ihr euch vorstellen einen Freiwilligendienst zu absolvieren? Engagiert ihr euch politisch? Hattet ihr auch schonmal Probleme bei der Arbeit, die euch belastet haben? Habt ihr während der Pandemie irgendwas gebaut? Was haltet ihr von den Forderungen des Prinzen von Preußen?

Noch ein kleiner Tipp, falls ihr durch das ganze Gerede von Schlössern Lust bekommen habt nach Rheinsberg zu fahren: Wartet damit lieber noch bis zum nächsten Jahr. Die Kammeroper vom Schloss Rheinsberg hat tolle Veranstaltungen, die auf 2021 verschoben wurden. Sucht euch doch hier schonmal was Schönes raus.

Ach äh, Rheinsberg ist übrigens auch ohne Veranstaltungen ganz hübsch und im Schlosspark lässt es sich trotz fehlender Konzerte ganz gut aushalten, wenn die Sonne scheint und man ein kühles Getränk und ein paar Freund*innen dabei hat.

Fragerei

  • Bist du eher Frühaufsteher*in oder Langschläfer*in?
  • Magst du lieber Senf-Honig-Sauce oder Barbeque-Sauce?
  • Würdest du eher in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen?
  • Würdest du lieber Dinge oder dich selbst beamen können?
  • Was war das Peinlichste, das dir je passiert ist?
  • Was war das Mutigste, das du je getan hast?

In diesem Sinne… Seid wild und frech und widerständig!

Eure Luise & Team

#2 Hanan über Ramadan & die Liebe zum Dorf

Für das optimale Leseerlebnis, stellen Sie sich für diese Einleitung bitte innerlich auf Ihre tollste Moderator*innenstimme ein, die Sie auf Lager haben. Bereit? Alles klar, dann los!

“Haallooo und Herzlich Willkommen zur zweiten Folge vooon ‘Immer diese Jugend!’, einem Jugendpodcast aus Brandenburg!!! Heute und hier zu Gast bei uns ist die wunderbare Hanan. Mit ihren zarten 18 Jahren hat sie sich das großartige Ziel gesetzt, Ärztin zu werden. Und nicht nur das. Sie hat den kühnen Traum, eine Heilmethode für tödliche Krankheiten zu entdecken! Aber dazu später mehr. Begrüßen Sie mit mir und mit einem tosenden Applaus HANAN TALEB!!”

Nein, jetzt mal im Ernst. Hanan ist eine bewundernswerte junge Frau, die viel zu erzählen hat. Und man hört ihr gerne zu! Sobald sie zu reden beginnt hellt sich die Stimmung im Raum etwas auf und man ist angesteckt von ihrer guten Laune und der positiven Energie, die sie umgibt. Kein Wunder, dass Hanan den Frühling liebt, sie ist das blühende Leben!

“Ich mag den Sommer und der Frühling beweist mir ja, dass der Sommer bald kommt.”

Hanan Taleb

Ja, der Frühling ist Vorbote des Sommers, er trägt mehr und neue Energie in sich. Er bietet uns an, endlich wieder das Licht der Sonne in uns aufzunehmen und nach außen zu strahlen. Man sieht endlich wieder mehr fröhliche Gesichter. Das hat Hanan auch in dem Jahr erlebt, in dem sie in der Türkei gewohnt hat. Ich sehe die Menschen fast vor mir, wie sie im Frühling Istanbuls glücklich an den Straßen sitzen und Tee schlürfen. Dieses ganz besondere Gefühl kennt wohl fast jeder. Es ist als würde man gemeinsam mit den Tieren aus einem langen Winterschlaf erwachen und ein neues Leben beginnen. Hier also eine Ode an den Frühling.

Erwachen

Ich fühle ihn und kann´s kaum fassen
Es duftet schon
Ich kann´s nicht lassen 
vor Glück zu sprudeln und mich unbändig zu freu´n
wie ein Kind
Liegt es daran, dass wir jetzt alle Frühlingskinder sind?
Es singt in mir, ich singe mit
Da draußen zwitschert es
Mein Herz hält Schritt mit dem Erwachen der Natur
Oh, du mein liebes eingeschlafnes Herz
Erwache nur.

Ich zauber meine bunten Träume in den Himmel
Mein Herz schlägt Purzelbäume und die Füße spüren Mutter Erde
Ein warmer Flügelschlag hebt alle meine Sinne
Der Wunsch so groß und kraftvoll wie ein alter Baum
Breitet sich aus und fleht, dass alles friedlich werde.

Ihr Menschenkinder, kommt, umarmt die Welt mit mir
Lasst keinen Raum für finstere Gedanken
Schlagt laut die Trommel und vertreibt die alten Geister
Pflanzt wieder Blumen ein
Lasst Grün zum Himmel ranken.


Elisabeth Johanna S.

Stadt/Land/(Fluss)

Und wo ist der Frühling schöner als auf dem Land? Hanan jedenfalls mag es hier in Brandenburg. Die Natur, die Menschen, die man hier irgendwie besser kennt und ein eigenes Haus mit viel Platz – so ist auf jeden Fall der Traum. Wobei Nico in Folge #1 auch sehr positiv von der Stadt gesprochen hat. Beide haben sowohl Großstadt als auch Land erlebt. Hanan kam aus Istanbul (und davor Damaskus) nach Schönermark. Nico ist von Neuruppin nach Hamburg gezogen. Beide fühlen sich wohl mit ihrer derzeitigen Situation.

Wo ist denn nun der Frühling am tollsten? Ich hab schöne Dinge des Frühlings aus Stadt, Land und Fluss für euch gesammelt und (natürlich!) im Stadt-Land-Fluss-Format verpackt. Schauts euch an und entscheidet selbst!

BuchstabeStadt – VorteileLand – VorteileFluss – Vorteile
NNachbarn (mehr)NaturNässe
FFreund*innen (mehr)FelderFeuchtigkeit
SSpätisSeenSehr viel Nässe
WWellnessWiesen (schönere)Wasser
KKneipenKanutourenKrasse Nässe
RRadwege (bessere)ReitausflügeRichtig viel Nässe
UU-BahnUrlaubsorteUltra nasses Wasser
HHunde (ganz viele süße!!)Haus (eigenes)Heftige Nässe
MMenschen (meeehr)MenschenMassig Wasser
PParks (mit Leuten!)Platz (viel mehr)Prächtige Feuchtigkeit
DDächer (mit Ausblick)DorfbäckereiDutzendfach Wasser
AAutofahren (ohne Verdeck)AngelplätzeAusreichend Feuchtigkeit
LLäden (mit mehr Auswahl)LagerfeuerLiterweise Wasser
IInternetverbindungInsektenhotelsImmense Nässe
ZZuhauseZuhause(sehr nasses) Zuhause

Ganz egal was ihr favorisiert, wo der Frühling für euch am schönsten ist. Alle drei Orte bieten ein wunderschönes Zuhause. Lasst euch da nichts anderes einreden, sondern genießt eure Vorteile – egal wo ihr lebt! *blubb🐟

Langeweile-Killer: Sprache

Aber auch wenn es auf dem Land und in der Stadt beim Frühlingswetter toll ist, wenns regnet packt einen doch ganz gern mal die Langeweile. Eine wunderbare Gelegenheit, eine neue Sprache zu lernen! Als Hanan nach Deutschland gekommen ist wollte sie anfangs unbedingt wieder zurück in die Türkei, weil sie hier keine Freund*innen hatte. Sie hat schnell gemerkt, dass die Sprache der Schlüssel zu neuen Kontakten ist, also hat sie angefangen, Deutsch zu lernen. Die Sprache hat ihr dann geholfen, neue Freundschaften zu schließen. Neben Arabisch, Türkisch und Deutsch spricht sie auch noch Englisch und möchte bald anfangen, Spanisch zu lernen. Wenn euch die Langeweile also in den Wahnsinn treibt oder ihr sowieso schon lange eine neue Sprache lernen wolltet (sei es, um neue Leute kennenzulernen oder um einfach nur mal ein bisschen auf Niederländisch vor euch herbrabbeln zu können), fangt einfach an! Eine empfehlenswerte App dafür ist Babbel. Sie beinhaltet Sprech-, Hör- und Schreibkomponenten, sowie Grammatik. Das Ganze kostet zwar etwas Geld, lohnt sich durch die Vielseitigkeit aber auch!

Hier der Link für euch.  ➤ https://de.babbel.com/

Abitur

Und es gibt noch mehr über Hanan zu erzählen! Seit 3 Jahren lebt sie jetzt erst in Deutschland, hat ein Vorbereitungsjahr absolviert und einen Sprachkurs besucht, also fette 15-Stunden-Tage. Und das alles, um noch dieses Jahr ins Abi starten zu können. Wer dieses und nächstes Jahr seine Prüfungen macht, hat es wohl noch schwerer als die Abiturient*innen aus den letzten Jahrgängen. Durch ein veraltetes Schulsystem, das unsere Selbstständigkeit über Jahre hinweg nicht gerade gefördert hat, ist es jetzt umso schwieriger, die Aufgaben allein Zuhause zu bewältigen. Viele Schüler*innen und sogar Parteien wie Die LINKE fordern deswegen ein Durchschnittsabitur.

Für die Abiturient*innen dieses Jahrgangs hat das leider nicht geklappt. Einen anderen Ausgleich soll es aber hoffentlich trotzdem geben.

Wir drücken allen Schüler*innen die Daumen! Mögen all eure und all unsere Gebete erhört werden und ein neues Schulsystem entstehen!🙏😬 Amen. Äh oder inshallah.

Ramadan

Apropos Gebete: gabs da momentan nicht noch was anderes mit Religion und so? Ramadan heißt sie doch, diese Zeit in der die Muslime für einen Monat lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fasten. Am 24.04. hat das dieses Jahr angefangen, sogar in allen Ländern gleichzeitig! Das ist etwas ganz besonderes, da der Beginn der Ramadanzeit sich nach der Stellung des Mondes richtet und die ist ja bekanntlich nicht immer an allen Orten die selbe. Bis zum 23.05. fasten Menschen islamischen Glaubens in diesem Jahr noch. Ausgenommen davon sind menstruierende, schwangere oder stillende Frauen, Kranke, altersschwache Menschen, Kinder und Reisende. Der Ramadan erinnert an die Zeit, in der den Menschen der Koran offenbart wurde. Heute soll er den Gläubigen die Möglichkeit geben, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Nach diesem langen Monat endet Ramadan mit dem Zuckerfest. Bis dahin wünschen wir:

Ramadan Mubarak! Ramadan Karim!

Weil Robert dachte, dass das Fasten mit Datteln und Chai gebrochen wird (eigentlich sind es Datteln und Wasser), hier noch ein tolles Rezept, das ihr auch wieder bei CHEFKOCH.de finden könnt.

Chai-Latte-Rezept

  • 400 ml Wasser
  • 350 g Zucker
  • 2 Stangen Zimt
  • 2 Sternanis
  • 1 Stück Ingwerwurzel (etwa 4×4 cm)
  • 2 TL Kardamom
  • 200 ml schwarzer Tee oder Kaffee
  • 100 ml Sojamilch (Sojadrink)
  • 100 ml Milch (Fettstufe nach Wahl)

Der Chaisirup reicht für mehr als eine Portion. In Flaschen gefüllt ist er im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar.

Das Wasser zum Kochen bringen, den Zucker ins Wasser geben und sirupartig einkochen. Gleichzeitig die Gewürze (bis auf den Ingwer) in einer Pfanne trocken anrösten, bis sich das Aroma entfaltet. Den Ingwer in Scheiben schneiden. Dann die Gewürze und den Ingwer ins Wasser geben und alles etwa 15 min köcheln lassen, dann abkühlen lassen. Für die Latte die Sojamilch mit der normalen Milch erhitzen, den schwarzen Tee oder Kaffee dazugeben und dann je nach Geschmack etwa einen Esslöffel Sirup hinzufügen.

Südamerika – Qollur Rit’i

Mensch, so viel über Ramadan zu erfahren, hat sich ja fast schon wie eine kleine Reise in eine andere Welt angefühlt. Wer allerdings tatsächlich wieder für uns verreist ist, ist Monique. Sie ist eurem Wunsch nachgekommen und hat sich nach Südamerika aufgemacht. Gelandet ist sie in Peru. Dort gibt es eine Tradition, die sich Schneesternfest nennt. Das ist ein mehrtägiges Fest zu Ehren der Götter. Es findet im Juni nach einer Pilgerwanderung zum „Berg der Wünsche“ statt. Dort gibt es Zeremonien und Tänze, um Ernte und Einkommen zu sichern. Die Menschen bitten dafür um die Gunst der Götter. Eine besondere Methode sind hierbei Miniaturgegenstände, die die Menschen sich kaufen können, um zu verdeutlichen, was ihre Wünsche sind.

Welche Wunschgegenstände würdet ihr euch holen? Oder schnitzt ihr euch die einfach selber zurecht? Oder kauft ihr euch sowieso schon alles, was ihr wollt? Wohin soll Monique ihre Reise als nächstes antreten? Schreibt uns gerne ein paar Kommentare oder meldet euch per Mail bei uns.

Wie entscheidest du dich?

Wenn euch das grad noch nicht genügend Fragen waren, haben wir hier noch ein paar, über die ihr euch mal Gedanken machen könnt. Sie bieten genug Diskussionsstoff, um einen netten Abend mit Partner*innen, Familienmitgliedern oder Freund*innen zu bereichern (ihr könnt mir ruhig glauben, wenn ich euch sage, dass ich da aus Erfahrung spreche).

*schluck*würg*
  • Würdest du lieber nie wieder schwitzen oder nie wieder frieren?
  • Würdest du lieber nie wieder lachen oder nie wieder ernst sein?
  • Wärst du lieber berühmt für etwas Schreckliches oder dein Leben lang unbekannt?
  • Würdest du lieber nie mehr Klopapier benutzen oder nie wieder deine Hände waschen?
  • Würdest du lieber nur noch einmal im Jahr Zähneputzen oder einmal im Jahr Haare waschen?
  • Würdest du lieber eine tödliche Krankheit heilen oder den Weltfrieden herstellen?

Freeletics

Eine gute Woche ist es jetzt her, dass ich mir vorgenommen habe, wieder krass ins Sportbusiness einzusteigen. Mir ist das auch tatsächlich halbwegs gut gelungen. Freeletics hält nicht ganz, was CHIP verspricht. Individuelle Trainingspläne zum Beispiel bietet nur die Premiumvariante der App. Was Workouts nur mit dem eigenen Körpergewicht betrifft, so kann man einige finden. Jedoch braucht man für die Übungen, die am vielversprechendsten aussehen meist eine Pullup-Stange oder andere Utensilien, die man nicht unbedingt Zuhause rumliegen hat. Aber wir wollen mal nicht kleinlich sein. Schließlich hat die App auch viel Gutes. So gibt es zum Beispiel zu jedem Workout Videos für die einzelnen Übungen, was definitiv Fehlhaltungen vorbeugen kann. Allein schon eine App fürs Training auf dem Handy zu haben, ist unheimlich motivierend. Während ich in den letzten 2 Monaten nur ungefähr einmal Sport gemacht hab, bin ich allein in der letzten Woche einmal laufen gewesen, habe 2 Workouts durchgezogen und war auch noch paddeln (zugegeben, das Paddeln war eher so zum Vergnügen, aber Bewegung, die ich normalerweise nicht gehabt hätte war es trotzdem). Ziemlich vielversprechend. Betet für mich, dass dieser plötzliche Motivationsschub noch die nächsten 10 Jahre anhält.

Ich jedenfalls bin zuversichtlich und wünsche euch genauso viel Begeisterung und Energie! Wenn ihr mal motiviert werden wollt oder Motivation und Anregungen für uns habt meldet euch unter: immerdiesejugend@posteo.de.

Und um mich Hanans Schlussworten anzuschließen: Bleibt positiv und bleibt gesund!Eure

Luise & Team

#1 Nico über Fitness & Frühling in der Großstadt

Jetzt ist es endlich geschafft! Mehrere Wochen haben wir über viele Telefonkonferenzen hinweg Ideen gesammelt, konzeptioniert, Probeaufnahmen gemacht, Ideen wieder verworfen, Interviews geführt, geschnitten und Blut, Schweiß und Tränen für euch investiert – na gut… eigentlich hatten wir ziemlich viel Spaß. Und gelitten hat höchstens unser erster Gast. Nico. Das ist der hier ➘

Aber erstmal kurz was über uns. Wir sind Monique, Robert und Luise. Und jaaaaa, die Langeweile hat auch uns gepackt. Wie jeder, der was auf sich hält, haben wir jetzt einfach mal diesen Podcast gestartet.

Wir drei sind aus Brandenburg (ja haha, schon klar “da jibts ja nüscht, war ja nur ne Frage der Zeit bis die Dorftrottel nix besseres mehr zu tun haben”). Abgesehen von dieser Gemeinsamkeit, sind wir eigentlich ziemlich verschieden.

Monique wohnt in der Nähe von Neuruppin, sie ist mit frischen 22 Jahren professionelle Fotografin und irgendwie die freundlichste von uns dreien. Außerdem hat sie bei dem ganzen Projekt hier den Part mit dem Design übernommen. Robert ist nicht ganz so frische 23 Jahre, studiert Soziale Arbeit in Suderburg (Leute was ist Suderburg?!) und ist ziemlich Sportbegeistert (und wie ich glaaauuube auch begabt). Ein Diskussionsorden, der ihm in der Grundschule verliehen wurde, befähigt ihn für die Moderation des Podcasts. Ich bin auch 22 – keine Ahnung, wie das so schnell passieren konnte – hab erst vor kurzem mein FSJ beendet und versuch mich jetzt im Schreiben. 

Eigentlich kennen wir uns noch gar nicht so gut, aber eins hat uns alle drei zusammengeführt: die Jugendarbeit. Durch gemeinsame Projekte am Zehdenicker Oberstufenzentrum mit ‚Einstieg Oberhavel‘ und der ‚Mobilen Kinder- & Jugendarbeit Lindow‘ haben wir uns kennengelernt und sind nun durch Covid-19 noch näher zusammengerückt – selbstverständlich nur im übertragenen Sinne, wir hocken leider, genau wie ihr, allein Zuhause.

Aus dieser Not heraus haben wir uns auch 1000 Fragen gestellt, wie zum Beispiel die hier:

“Warum steh ich morgens überhaupt noch auf, ich kann ja doch nichts Sinnvolles tun? Gibt es in OHV und OPR überhaupt JEMALS etwas Sinnvollles zu tun? Wer hat meinen Pudding aus dem Kühlschrank geklaut? Ist die Jugend überhaupt noch zu retten? Sollte ich die Jugendarbeit vielleicht lieber hinschmeißen bevor ich überhaupt richtig angefangen habe? Aber was machen all die Menschen in ihrer unfreiwillig gewonnenen Freizeit? Und wie sollen WIR die nächsten Wochen überstehen? Sollten wir diesen armen jungen verlorenen Seelen da draußen, obwohl es schon unzählige Podcasts über alle möglichen Themen gibt, nicht lieber NOCH einen Podcast zu hören geben? …nur so zur Sicherheit?”

Es gab nur eine mögliche Antwort auf all diese Fragen: “Ja, natürlich sollten wir!” Und so hat dieser wunderschöne AmateurPodcast das Licht der Welt erblickt.

Studieren

Nico Hecht hat uns in unserer allerersten Folge begleitet, sich von Robert ausfragen lassen und so zu einem tollen Start beigetragen. Er ist 22 Jahre alt und verbringt die Coronazeit mit seiner Freundin in Hamburg. Dort studiert er auch, momentan aber leider nur digital. Selbst eine große Uni mit 40.000 Studierenden hat da ihre Schwierigkeiten.

Übrigens, wer sich zum Wintersemester bewerben will muss leider noch etwas geduldig sein. Das Bewerbungsportal von https://hochschulstart.de/ öffnet in diesem Jahr nicht wie gewohnt Mitte April, sondern erst ab dem 01.07. (das gilt auch für alle Alt-Abiturient*innen!).

Sport

Aber machts doch einfach wie Nico und füllt die Zeit bis dahin mit einem guten Trainingsplan. Wie wärs zum Beispiel mit ein bisschen Tabata? Davon schonmal was gehört? Das ist ein HIIT-Training (also ein High Intensity Intervall Training), das Fettverbrennung und Muskelaufbau zum Ziel hat. Der größte Vorteil: es dauert nur 4 Minuten. Die setzen sich aus 8 Intervallen zusammen, wobei ein Intervall aus 20 Sekunden Höchstleistung und 10 Sekunden Erholung besteht. Also kurz und schmerzvoll.

Patrick Grewe ein Fitness- und ErnährungsCoach, der genau wie Nico in Hamburg wohnt, meint:

„Vier Minuten intensives Tabata Workout sind genauso effektiv wie eine Stunde schwitzen auf dem Crosstrainer.“

Patrick Grewe

Klingt ziemlich gut, oder? Auf jeden Fall für alle, die noch arbeiten gehen und sowieso schon voll ausgelastet sind. Aber wir, die wochenlang Zuhause chillen und schon beinahe alle Serien bei Netflix durch haben, wir könnten uns doch eigentlich auch mal mit einem ausgiebigen HomeTraining versuchen. Ich hab das mal für euch recherchiert. Laut CHIP ist Freeletics eine besonders empfehlenswerte Trainingsapp, die ihr euch kostenlos runterladen könnt. Sie erstellt einen individuellen Trainingsplan, für den ihr nur euer eigenes Körpergewicht braucht und bietet für die richtig Motivierten eine Premiumversion. Weil ich nicht zu den richtig Motivierten gehöre, euch aber trotzdem beistehen will, werde ich in den nächsten Wochen die kostenlose Variante für euch ausprobieren und zuverlässig Bericht erstatten.

*Wenn ihr auch motiviert seid, gönnt euch! Unbedingt! Aber passt schön auf euch auf, beim Sport kann man viel falsch machen. Das fängt schon bei der Atmung an und reicht bis hin zur Körperhaltung bei den einzelnen Übungen. Holt euch lieber noch ne professionelle Meinung ein, gerade, wenn ihr eh schon Fehlhaltungen habt oder sonstige körperliche Einschränkungen. Meldet euch gerne auch immer bei uns, wenn ihr Fragen habt.

Ernährung

Fehlt ja nur noch das mit der Ernährung. Hat Nico da nicht irgendwas von vegetarisch gefaselt? Zeit für eine Ernährungsumstellung hätten wir neben den paar Trainingseinheiten ja wahrscheinlich immer noch. Oder wenigstens könnten wir es mal mit EINEM vegetarischen Rezept ausprobieren. Eins mit extra viel Eiweiß, wir wollen ja, dass das ganze Training sich auch lohnt.

Brokkoli-Erdnuss-Reis

für 2 Personen – ihr habt ja safe irgendwen, den oder die ihr zwingt bei eurem neuen Lebensstil mit einzusteigen 😉

  • 75 g Naturreis(Vollkorn)
  • 1 ½ Köpfe Brokkoli (ca. 1,5 kg)
  • 1 ½ EL Erdnussmus
  • 125 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Kichererbsen (roh oder aus der Dose)
  • n.B. Salz und Pfeffer
  • n.B. Wasser 

Den Naturreis und die Kichererbsen über Nacht in Wasser einlegen (danach beträgt die Kochzeit 10-15 Minuten) oder nach Packungsanleitung kochen.

Den Brokkoli klein schneiden und ca. 10-15 Minuten bissfest garen, den Brokkoli unter die Reis-Kichererbsenmasse rühren. 3 EL Erdnussmus mit der Gemüsebrühe verdünnen. Alles verrühren und mit geschlossenem Deckel kurz aufkochen lassen, zum Abschluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Falls das hier irgendwen juckt: pro Portion enthält das Gericht etwa 25g Eiweiß, 75g Kohlenhydrate und 10g Fett. Das Rezept hab ich übrigens bei CHEFKOCH geklaut, also falls ihr ne Erdnussallergie habt, da gibts noch 1000 andere richtig leckere Rezepte. Ganz nach Nicos Weisheit “Alles mit Pasta ist immer sehr gut.”, hab ich das Rezept mit Nudeln anstatt mit Reis ausprobiert und noch etwas Sojacuisine dazugegeben.

Wenn ihr Tipps für viel besseres vegetarisches oder sogar veganes Essen habt, freuen wir uns sehr über eure Nachrichten.

Holy Moly – Indien

Unsere liebe Redakteurin Monique ist von ihrer beschwerlichen Reise aus Indien vom Frühlingsfest zurückgekehrt. Nee nee, eigentlich war sie nie da. Aber ich glaube das ist euch dank unserer GRANDIOSEN Tonqualität sowieso schon beim Hören klar geworden. Bilder vom Holi Festival haben wir aber trotzdem mitgebracht. Zwar nicht live aus Indien, aber in Deutschland wars in den letzten paar Jahren ja auch immer ganz schön. 

Habt ihr auch so tolle Momente eingefangen? Lasst mal sehen! Ach und falls ihr Ideen habt wohin die nächste Reise gehen soll, lasst doch mal ein paar Kommentare da.

Erinnert ihr euch eigentlich noch richtig an das Leben da draußen? Die warme Sonne auf eurer Haut, das Grün der Bäume, eine frische Brise, die euch kitzelt, der Duft von Apfelblüten, freundliche Gesichter auf den Straßen, fröhlich schallendes Gelächter am See, warme Umarmungen und unendlich lange Gespräche in der Dämmerung… Fühlt ihr ihn? Den Geschmack von Freiheit und Sommer?

Alles total romantisiert! Ihr habt offenbar die unzähligen unangenehmen Situationen des Lebens da draußen verdrängt. Hier eine kleine Erinnerung. Stellt euch diese Fragen und ihr werdet froh sein, Zuhause innerhalb eurer sicheren vier Wände gefangen zu sein!

Wie hättest du reagiert?

Du bist zusammen mit deiner Freundin/deinem Freund eingeladen, deine Schwiegereltern zu besuchen. Auf dem Weg dahin trittst du in einen Hundehaufen. Tja was nu?

  1. Du probierst es bei deiner Freundin/deinem Freund am Schuh abzuschmieren, um alles auf sie/ihn zu lenken.
  2. Du gehst barfuß und behauptest du hättest die Schuhe einem Obdachlosen geschenkt.
  3. Du merkst immer wieder an, dass es hier komisch riecht, um selbst nicht aufzufallen.

Du stehst mit Kondomen an der Kasse, deine Schwiegereltern stehen plötzlich hinter dir. Wie reagierst du?

  1. Du gibst dich als dein Zwillingsbruder aus und tust so als würdest du sie flüchtig kennen.
  2. Du tust als wärst du Tourist und fluchst auf Spanisch, weil sie dich so komisch anstarren.
  3. Du behauptest, du kaufst sie, weil deine Oma sie zum Basteln benutzt.

Nico hat seine Wahl getroffen. Nach einem schrecklichen Besuch bei seinen Schwiegereltern, belügt er sie auch noch am nächsten Tag beim Einkaufen. Dass er im echten Leben so gehandelt hätte wage ich zu bezweifeln, schließlich ist jeder schon mal in irgendwas reingetreten und Kondome kaufen ist (abgesehen vom Vorspiel) sogar das beste, was ihr vor dem Sex machen könnt! Also lasst euch bloß nicht von unserer Fragerei verunsichern.

Wir werden damit nämlich ganz bestimmt nicht aufhören. Und weil kritische Fragen im Leben so wichtig sind, um nicht  auf der Stelle zu treten, haben wir noch welche an euch. Wir hatten lange keine Idee für den Titel unseres Podcasts und sind mit dem Ergebnis auch nur so halb zufrieden. Wie hättet ihr den Podcast genannt?

Meldet euch auch sehr gerne, wenn ihr andere Anregungen, Wünsche oder Fragen habt. Oder habt ihr vielleicht sogar Lust, als Gast bei uns mitzuwirken? Wir freuen uns, von euch zu hören. Schickt gerne eine Mail an immerdiesejugend@posteo.de oder schreibt in die Kommentare.

Liebe Grüße und bleibt fit!

Luise & Team

Immer diese Jugend!

Dieser Blog ist Teil des Podcasts “Immer diese Jugend“. Mit dem Blog, wie auch dem Podcast, möchten wir der Jugend aus Brandenburg eine Stimme geben. Er soll eine Plattform sein, auf der wir unsere Erfahrungen, Träume, Geschichten und Gedanken rund um das Thema Jugend in OHV/OPR mit euch teilen und austauschen möchten.

Eure Kommentare sind deshalb bei uns herzlich willkommen! Egal ob ihr etwas ergänzen möchtet, dem/der Autor*in zustimmt oder eine ganz andere Meinung habt – wir freuen uns, wenn ihr mit uns und miteinander über die Themen des Podcasts ins Gespräch kommt. Dabei wünschen wir uns einen sachlichen und konstruktiven Dialog, sowie einen wertschätzenden Umgang untereinander. Wir bitten euch deshalb, die folgenden Regeln für diesen Blog zu berücksichtigen.

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Euer JugendPodcastTeam

Monique Jesse – Design
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